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Die Landeshauptstadt Hannover bringt mit der App hanno.guide ein Smart-City-Modellprojekt an den Start, das Stadtgeschichte vor Ort mit kostenlosen digitalen Stadttouren erlebbar macht. Zielgruppe sind Tourist*innen, an Geschichte interessierte Hannoveraner*innen und Familien. Seit Juli steht die App in den gängigen Stores zum kostenlosen Download zur Verfügung. Die App wurde vom Historischen Museum Hannover (HMH) initiiert, das aufgrund der Schließzeit ein digitales Format entwickeln wollte, mit dem Geschichte im Stadtraum erlebbar wird („Das Museum in der Hosentasche“). Umgesetzt wurde sie als gemeinsame Plattform für verschiedene Akteur*innen. Beteiligt sind das ZeitZentrum Zivilcourage, das Stadtarchiv und die Stabsstelle Kunst im öffentlichen Raum, die im Laufe des Jahres weitere Inhalte zur Verfügung stellen. Kooperationspartnerin ist die Hannover Marketing und Tourismus Gesellschaft (HMTG).
Open-Source-Software – Modellprojekt steht allen Kommunen und Kultureinrichtungen in Deutschland offen
Alle entwickelten Software-Lösungen werden als Open-Source (freie Software) auf der Plattform https://opencode.de/ de zur Verfügung gestellt, um Kollaborationen zu ermöglichen. Dazu Inga Samii, Fachbereichsleiterin Kultur: „Wir haben hier eine unabhängige digitale Infrastruktur für nicht-kommerzielle Anbieter*innen im Kulturbereich entwickelt. Andere Kommunen oder freie, nicht-kommerzielle Akteur*innen, wie zum Beispiel Kultureinrichtungen, können den Quell-Code nutzen und weiterentwickeln und werden zum Beispiel über das Smart.City-Netzwerk, das Netzwerk des Deutschen Städtebunds oder Netzwerke vor Ort etwa im Museumsbereich oder der freien Szene informiert. Bereits jetzt ist das Interesse groß. Durch die Kooperation mit der HMTG ist zudem für die Player vor Ort gleich eine Vermarktung möglich.“ Folgende weitere Touren sind aktuell in Planung: Mediengeschichte und Kino- und Clubkultur, Orte der Queeren Geschichte Hannovers, Literarisches Hannover, Orte der (post)kolonialen Geschichte und Straßenkunst für Kinder. Künftig werden Funktionen und Erweiterungen hinzugefügt, wie inklusive Inhalte, zum Beispiel Übersetzungen in deutsche Gebärdensprache und Leichte Sprache. Zusätzlichen Module mit 3D-Modellen, etwa vom Neuen Rathaus oder der Aegidienkirche, sollen spannende neue Ansichten eröffnen. Perspektivisch werden interaktive Rätseltouren entwickelt, die besonders Familien ansprechen sollen.