In unserer Rubrik „3 Fragen an …“ stellen wir euch Menschen aus Kassel und Nordhessen vor, die durch ihr persönliches und berufliches Engagement, ihr Talent oder ihre Kreativität, ihr Leben und Wirken in Kassel und Nordhessen auffallen. Diesmal gingen unsere Fragen an die Künstlerin Oksana Kyzymchuk. Die gebürtige Ukrainerin ist eine feste Größe der Kasseler Kunstszene und eröffnet im April ihre neue Ausstellung „On my way“ im Königstor. Die Arbeiten aus ihren Aufenthalten in Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich finden nun eine Heimat in Kassel.
Was ist das Besondere an deiner Ausstellung?
Die für meine Heimatstadt Kassel konzipierte Ausstellung „On my way“ spiegelt mein Leben und mein künstlerisches Schaffen über die letzten Jahre in den verschiedenen künstlerischen Ausprägungen unter den Einflüssen der Aufenthaltsorte wider. Die Ausstellung wird daher eine spannende (kleine) Zeitreise mit vielen noch nicht ausgestellten sowie vielen neuen Werken. Wer meine Werke „liest“, wird darin eventuell Höhen und Tiefen, Enttäuschungen, Schmerz, Hoffnung und Freude entdecken können. Ob das besonders ist, dürfen die Besucher*innen meiner Ausstellung entscheiden.
Während der Ausstellung planst du, einen Kunstinkubator zu schaffen. Was genau soll da passieren?
Die Architektur des Gebäudes aus den 50er Jahren mit seinen großzügigen Räumen im Erdgeschoss und intimeren Ecken im Obergeschoss lädt förmlich zu einer Nutzung zum Sprechen, Arbeiten, Diskutieren, Planen und Abwägen ein. Was nicht geplant ist: passive Vortragsreihen. Was geplant ist: ein aktives Miteinander. Es wird Zeit, dass wir alle über unseren eigenen Tellerrand hinausschauen. Der Kunstinkubator ist daher also eher Plattform als Veranstalter. Ich bin selbst gespannt, welche Eigendynamik sich im Kontext meiner Kunst entwickelt.
Was inspiriert dich?
Dazu gibt es eine schon fast abgedroschene Antwort: Das Leben mit all seinen Ecken und Kanten. Ich muss mich in diesem Leben (egal wie) spüren können, dann kann ich Kunst mit großer Intensität schaffen.