In unserer Rubrik „3 Fragen an …“ stellen wir euch Menschen aus Kassel und Nordhessen vor, die durch ihr persönliches und berufliches Engagement, ihr Talent oder ihre Kreativität, ihr Leben und Wirken in Kassel und Nordhessen auffallen. Diesmal gingen unsere Fragen an Mirko Zapp, den sympathischen Geschäftsführer des Kulturzentrums Schlachthof. Als Mirko Zapp im April 2020 seine neue Stelle als Geschäftsführer antrat, befanden wir uns gerade im ersten Lockdown. Kein leichter Start, aber nun ist die Normalität im Kulturzentrum Schlachthof wieder eingekehrt und für das Jahr 2023 sind unzählige spannende Projekte geplant.
Was erwartet uns im neuen Jahr?
Dank der Bewilligung gleich mehrerer neuer Projekte können wir in diesem Jahr viel Energie in die Bekämpfung von Armut, Ausgrenzung und Isolation von Menschen in der Nordstadt und darüber hinaus stecken. Wir bilden dafür Allianzen mit vielen weiteren Akteuren der Stadt. „Hier im Quartier“ wird dank neuer Finanzierungszusagen auch weiterhin niedrigschwellige Beteiligungsprojekte initiieren. Zudem eröffnen wir ein Begegnungscafé für Menschen über 60 im Schlachthof in der Mombachstraße, das beim Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand begleitet.
Ihr plant auch ein „Nordstadt Picknick“?
Ja, das neue Projekt wird in den kommenden drei Jahren ein Straßenpicknick in der Nordstadt mit und für die Bewohner*innen planen und durchführen. Von der Organisation über das Musik- und Kulturprogramm bis zur Dekoration wollen wir alles gemeinsam mit der Nachbarschaft aushecken – und das gilt selbstverständlich auch für das Essen! Jede*r ist eingeladen mitzumachen, sich in jeder erdenklichen Form einzubringen und ein Nachbarschaftsfest auf die Beine zu stellen, das so bunt ist wie die Nordstadt und ihre Bewohner*innen.
Was wünschst du dir für 2023?
Nach meinem Besuch der aktuellen Sonderausstellung der Grimmwelt über die „Magie der Wünsche“ bin ich da ein bisschen vorsichtig – Wünsche können ja anscheinend durchaus wahr werden, samt ihrer Schattenseiten ...! Wenn ich mir also ein offenes und tolerantes Miteinander wünsche, meine ich damit Vielfalt in allen Facetten, aber definitiv auch die offene Auseinandersetzung über die damit einhergehenden Konflikte – das eine gibt es nicht ohne das andere und ohne beides wäre es unglaublich langweilig. ››