© Michael Kraft
In unserer Rubrik „3 Fragen an …“ stellen wir euch Menschen aus Kassel und Nordhessen vor, die durch ihr persönliches und berufliches Engagement, ihr Talent oder ihre Kreativität, ihr Leben und Wirken in Kassel und Nordhessen auffallen. Diesmal gingen unsere Fragen an den Kasseler Künstler David Harwardt alias Jackules. Erstmals zeigt der Mural Artist seine Arbeiten in neuem Format. Mit der Ausstellung „Form & Geist“ wandert seine Bildwelt von der Straße in den Ausstellungsraum. In Kooperation mit dem KulturNetz Kassel erweitert er die Ausstellung zum „Denkraum – Form & Geist“: Eine öffentliche Talkreihe über Streetart, Architektur & Denkmalschutz sowie Philosophie.
Fühlst du dich auf der Straße oder im Atelier freier?
Im Atelier bin ich freier. Dort kann ich experimentieren und malen, was ich möchte. Eine Fassade dagegen verlangt viel konzeptionelle Planung: Ich beziehe das Gebäude, den Ort und natürlich die Auftraggebenden ein. Trotzdem gibt mir die Arbeit oben auf Gerüst oder Hubwagen vor der Fassade ein besonderes Freiheitsgefühl. Dort kann ich abtauchen, während im Hintergrund die Stadt rauscht.
Warum gerade jetzt von der Fassade auf die Leinwand?
Zeichnen und Malen gehörten schon immer zu meiner Arbeit. Mit der Zeit wuchs aber das Bedürfnis, meinem künstlerischen Ausdruck mehr Raum zu geben, unabhängig von Auftraggebenden und Bauwerk. Die Leinwand erweitert meine Arbeit, sie ersetzt die Fassade nicht. Ich bleibe weiterhin auch Mural Artist, das ist mir wichtig.
Welche Frage beschäftigt dich aktuell am meisten?
Wie entwickelt sich unsere Gesellschaft? Wie stärken wir unsere Demokratie? Und wie gestalten wir eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder? Diese Fragen treiben mich um und zugleich die Überzeugung, dass wir ihre Antworten mitgestalten können.
>> Talk am 08.10.2026 um 17 Uhr „Kunst, Bau & Stadtbild“ | Talk am 10.10.2026 um 18 Uhr „Form und Geist“ | Teilnahme kostenfrei | Anmeldung erwünscht: art@jackules.de | www.jackules.de