In unserer Rubrik „3 Fragen an …“ stellen wir euch Menschen aus Kassel und Nordhessen vor, die durch ihr persönliches und berufliches Engagement, ihr Talent oder ihre Kreativität, ihr Leben und Wirken in Kassel und Nordhessen auffallen.
Diesmal gingen unsere Fragen an den Darsteller, Autor und Filmemacher Christoph Steinau. Er ist Mitbegründer von BOMM FORZIO – ein freies Ensemble von Künstlerinnen und Künstlern, die sich durch ihre Zusammenarbeit im Kasseler Kult-Musicaltheater „TIC“ und beim Brüder-Grimm-Festival kennengelernt haben. Seit 2021 ist das ehemalige Varieté-Theater Goethes PostamD ihre angestammte Spielstätte.
2025/26 geht ihr in eure fünfte Spielzeit. Macht dich das stolz?
Ich bin in erster Linie dankbar für eine fantastische Gemeinschaft, die mit viel Energie und Liebe zum Theater Stücke wie „Mord zur Lücke“ und „Der schwarze Hering“ auf die Bühne bringt. Eine Story, die mir sehr am Herzen liegt, ist „Die Observation“. Das Stück wäre ohne Bomm Forzio vermutlich nie verwirklicht worden, obwohl es schon zehn Jahre in uns gebrodelt hat. Und dank Unterstützung vom Goethes PostamD-Team und ein stetig wachsendes Publikum haben wir richtig Lust auf die nächsten fünf Jahre. Und eine Menge Ideen. Das macht mich glücklich!
Im Herbst 2026 dürfen wir uns auf eine Uraufführung in Goethes PostamD freuen. Was erwartet uns?
Eine Krimi-Komödie namens „Kill mich doch, wer kann“. Es geht um den windigen Gebrauchtwagenhändler Carlo Lurch („Starte durch mit Auto Lurch“), der sich mit einem geklauten Geldkoffer absetzen will, bevor ihn der gefürchtete Auftragskiller „Jaguar“ erwischt. Doch allerlei schräge Figuren, die sich im Appartement seiner Geliebten Perdita tummeln, sorgen für haarsträubende Verwechslungen und turbulente Wendungen. Mit Autor Ralf Kramp verbindet mich eine langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft. Deshalb finde ich es richtig klasse, dass Bomm Forzio sein neuestes Werk als Uraufführung auf die Bühne bringen wird.
Was beschäftigt dich sonst noch im Jahr 2026?
Ich stecke mitten in den Vorbereitungen für das nächste Brüder-Grimm-Festival, das im Sommer wieder auf der Seebühne im Park Schönfeld stattfinden wird. Gemeinsam mit meiner Partnerin Lena Baumgarte schreibe ich das Textbuch für das neue Märchen-Musical. Direkt danach gehen wir beide direkt an die Arbeit für ein neues Bomm-Forzio-Stück. Es wird eine heiter-bissige Familiensatire werden. Nebenbei bereiten wir noch für Januar 2027 die dritte Ausgabe unseres Festivals „Mordhessen“ vor. Tja, und dann ist auch schon wieder Weihnachten.