© Yacintha Nolte
Yael Inokai
Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Literaturhaus Kassel am hessenweiten Literaturfestival Leseland Hessen. Eingeladen werden fünf Autorinnen und ein Autor, die ihre aktuellen Romane vorstellen. Erstmals kooperiert das Literaturhaus Kassel im Rahmen von Leseland Hessen bei einer Veranstaltung mit dem Landkreis Kassel.
Das Literaturhaus Kassel startet Leseland Hessen am 3. September mit dem Debütantensalon. Emeli Glaser liest aus „Ransdorf Ripper“ und Lilli Tollkien aus „Mit beiden Händen den Himmel stützen“. Während „Rahnsdorf Ripper“ Orte zeichnet, wo Menschen sich zwischen Selbstmitleid und Größenwahn eingerichtet haben und viel zu oft den einfachen, statt den mutigen Weg gehen, schildert Lilli Tollkien eine Kindheit und Jugend im Ausnahmezustand. In „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ begegnen wir einem Mädchen auf dem schmalen Grat zwischen Freiheit und Vernachlässigung, das zur Heldin der eigenen Geschichte wird. Der Debütantensalon bietet aufstrebenden Autorinnen und Autoren, die ihr erstes Werk in einem renommierten Verlag veröffentlicht haben, ein öffentliches Forum.
Am 8. September stellt Leh-Weih Liao ihren Roman „Glaszeit“ vor, Spitzentitel des Luchterhand-Verlags in diesem Herbst. Die Kasseler Schriftstellerin erzählt eindringlich und radikal von widerständigen Frauen, von Begehren und Verletzungen sowie von der unsicheren Zukunft Taiwans – und stellt die Frage, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Moderiert wird die Lesung von der Kasseler Erfolgsautorin Rebekka Frank, die im Frühjahr aus ihrem aktuellen Roman „Spiegelland“ im ausverkauften Palais Bellevue las.
Ricarda Junge, Tochter des ehemaligen Kasseler Bürgermeisters und Kulturdezernenten Thomas-Eric Junge, folgt am 17. September. In „Die schönste Zeit“ erzählt sie mit erzählerischer Genauigkeit und poetischer Klarheit von einem Leben zwischen Fürsorge und Überforderung, Herkunft und Anpassung, Wut und Würde: Ein Roman über den Alltag im System Schule – und darüber, wie Vergangenheit und Gegenwart unauflöslich ineinandergreifen.
Am 1. Oktober liest Yael Inokai aus ihrem neuen Roman „Die Auster“. Die gefeierte Stilistin inszeniert eine Kriminalgeschichte, die ein feingefügtes Netz menschlicher Schicksale birgt, in einer Welt, wo Glanz und Elend, Armut und Reichtum entwaffnend aufeinandertreffen.
Mit Lukas Rietzschels Bestseller „Sanditz“ endet Leseland Hessen am 29. Oktober im Glasmuseum Immenhausen: Ein Roman über Aufbruch und Niedergang, Gelingen und Scheitern des Aufruhrs, Freundschaft und Familie in umwälzenden Zeiten, über den Wunsch nach Zugehörigkeit und die Sehnsucht nach Freiheit. Ein Panorama deutscher Geschichten – vom Ende der DDR bis in die jüngste Gegenwart. Diese Lesung wird vom Landkreis Kassel organisiert, das Literaturhaus Kassel ist Kooperationspartner.