© Stadt Kassel | Jonas Beinborn
Montag, 04.05.2026 | 17:00 Uhr | Palais Bellevue
2. SILENT WRITING PARTY
Du möchtest endlich die Kurzgeschichte fertigschreiben, die du seit Monaten verschiebst? Oder deine Ideen aufs Papier bringen, die dir immer zu unpassenden Zeiten einfallen? Dann laden wir, Anne Fopessi und Vanessa Kretschmer, dich herzlich zur Silent Writing Party ins Palais Bellevue ein! Wir wollen gemeinsam (still) schreiben und uns drumherum übers Schreiben und unsere Texte austauschen. Egal ob Anfänger, Anfängerin oder Profi, ob du Gedichte schreibst oder Fantasy – werde Teil unserer Community!
Die Silent Writing Party soll immer monatlich stattfinden und ist ein Angebot für Menschen bis (ungefähr) 35 Jahre. Eintritt frei.
Samstag & Sonntag 16.05. (11-18 Uhr) & 17.05.2026 (11-16:30 Uhr) | Palais Bellevue
KASSELBUCH 2026 – Publikumsmesse der unabhängigen Verlage in Nordhessen
Zum 5. Mal öffnet die Messe Kasselbuch ihr Pforten und bereits zum 3. Mal im Palais Bellevue an der Schönen Aussicht. Auf Einladung des gleichnamigen Vereins KasselBuch und des Literaturhauses Kassel präsentieren 24 eigenständige (unabhängige) Verlage aus der Region und dem ganzen Bundesgebiet am 16. und 17. Mai ihre Programme.
In den Auslagen können Sie stöbern, blättern und lesen. Kommen Sie mit den Verlegerinnen und Verlegern persönlich ins Gespräch.
Dazu gibt es wieder ein attraktives Rahmenprogramm mit Lesungen, Verlagsvorstellungen und Podiumsdiskussionen. Programmpunkte folgen. Der Eintritt ist frei.
PROGRAMM am Samstag, 16. Mai 2026
11:00, Remise Eröffnung der Buchmesse
14:00, Salon: Christa Müller: „Die andere Seite der Straße“ I Erzählungen I Verlag Jenior
16:00, Salon: Barbara Ettinger-Brinckmann (Hg.): „Für die Zukunft gebaut – Architektur in Kassel“ I Euregio Verlag
PROGRAMM am Sonntag 17. Mai 2026
11:00, Buchmesse öffnet
11:30, Salon: „Lesen im Wandel – Welche Zukunft hat das Buch?““ I Thomas Bündgen (Vorsitzender Literaturhaus Kassel) im Gespräch mit Vertretern der Verlage und des Buchhandels
15:00, Salon: Ulrike Sabine Maier: „Hinter tausend Stäben“ I Roman I Edition Federleicht
16:30, Salon: Ende der Messe mit Bücherverlosung
Mittwoch, 20.05.2026 | 19:30 Uhr | Palais Bellevue
SPÄTLESE – OFFENE LESEBÜHNE
Wer gerne lesen möchte, melde sich bitte vorher unter info@literaturhauskassel.de bei uns an. Wir freuen uns auf einen tollen Abend mit spannenden Texten und Musik. Natürlich gibt es wieder musikalische Begleitung. Wer wird es dieses Mal sein? Lasst euch – wie immer – überraschen.
Frage: “Mein Text ist vielleicht noch nicht gut genug?!”
Antwort: “Doch, das ist er bestimmt!”
REGELN: Es gibt nur eine Regel – ihr habt maximal 10 Minuten Zeit und wir müssen Euch danach leider von der Bühne holen, damit auch alle drankommen können.
TIPPS: Bringt Eure Freunde mit, da liest es sich leichter – wir sehen immer gerne neue Gesichter.
Donnerstag, 28.05.2026 | 19:00 Uhr | Palais Bellevue
LITERATURA 2026 – Auftakt: Lesung und Gespräch mit Sonali Beher
In ihrem aktuellen Romanprojekt widmet sich Sonali Beher den Themen Heimat, Identität und der Zukunft Deutschlands. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, eine beeindruckende junge Stimme der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur kennenzulernen: ruhig und zugleich spannend erzählt sie, mit einem feinen Gespür für Sprache und Humor. Sonali Beher wurde 1995 geboren und studiert Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Neben ihrem Studium ist sie als Werkstudentin bei Greenpeace aktiv. Ihre Texte wurden in Literaturmagazinen wie der Tippgemeinschaft veröffentlicht, zuletzt 2026 mit einem Auszug aus »Abschied einer Angestellten«.
Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet: 2024 gewann sie mit ihrem Minidrama „Mensch mit Kopf“ den Minidramenwettbewerb des Kabinetttheaters Wien. 2025 erhielt sie ein Stipendium des Goethe-Instituts und war im Rahmen dessen auf Lesereise in den USA.
Im Mai und Juni 2026 ist sie als „Land in Sicht“-Stipendiatin des Hessischen Literaturrats zu Gast in Kaufungen im Landkreis Kassel.
Begleitprogramm zur Ausstellung „Haben Juden nichts zu lachen?“
Vom 9. Mai bis 19. Juli 2026 findet in der Caricatura-Galerie in Kassel die Ausstellung „Haben Juden nichts zu lachen? – Cartoons zu jüdischem Leben in fordernden Zeiten“ statt. Dazu veranstalten Caricatura, Literaturhaus Kassel, Stiftung Brückner-Kühner und das Sara Nussbaum Zentrum Kassel drei literarische Veranstaltungen unter dem Titel LITERATURA. Die LITERATURA findet seit 2024 statt und begleitet seitdem als Lesereihe eine Ausstellung der Caricatura im Frühjahr.
Freitag, 29.05.2026 | 19:00 Uhr | Caricatura – Galerie für Komische Kunst
LITERATURA 2026 – Alexander Estis liest „Am Anfang war Schmonzes“
Was ist schlimmer: »oj wej« oder »oj oj«? Wieso ist Jiddisch sprechen wie Liebe machen? Wie kann es sein, dass es mehr jüdische Freunde gibt als Juden und dass viele Menschen in Deutschland fast keine Antisemiten sind?
Der preisgekrönte Satiriker und Erzähler Alexander Estis ist um keine Antwort verlegen. Er weiß, was sich mit Moische zutrug, als er ein goj wurde, ob der Moschiach Tante Klara mit ihrer Arthritis helfen wird, war- um Mischa ein großer Dichter ist, obwohl er nichts schreibt – und vor allem wie man unwichtige Fragen von noch unwichtigeren unterscheidet. Wer all das ebenfalls wissen möchte – und womöglich sogar noch viel weniger –, wird in diesem Buch Antworten finden, die viel- leicht sogar beinahe stimmen.
Alexander Estis wurde 1986 in einer jüdischen Künstlerfamilie in Moskau geboren. 1996 siedelte er nach Hamburg über. Nach Abschluss des Studiums lehrte er deutsche Sprache und Literatur an verschiedenen Universitäten, darunter in Freiburg im Breisgau und Zürich. Seit 2016 lebt er als freier Autor in der Schweiz. »Am Anfang war Schmonzes« ist Estis’ neuntes Buch. Darüber hinaus schreibt er Kolumnen, Essays und Reportagen für Süddeutsche, FAZ, DIE ZEIT, NZZ und andere Zeitungen. Seine Radiobeiträge sind regelmäßig auf Deutschlandfunk Kultur zu hören. Für seine Texte wurde er mehr-fach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kurt-Tucholsky-Preis.
Samstag, 30.05.2026 | 19:00 Uhr | Sara Nussbaum Zentrum
LITERATURA 2026 – „Sind Antisemitisten anwesend?“ – Lesung mit mit Lea Streisand, Michael Bittner und Heiko Werning
„Sind Anisemitisten anwesend?“ versammelt rund 80 Satiren, Essays, Gedichte, Geschichten und Cartoons gegen den Hass. Denn nicht erst seit dem Überfall der Hamas auf Israel sind antisemitische Hetze und Vorurteile sowie antisemitisch grundierte Positionen in Deutschland wieder salonfähig geworden. In dem Band haben sich die scharfsinnigsten und komischsten unter den jüdischen und nicht-jüdischen Autorinnen und Autoren versammelt, um dem neuen und alten Antisemitismus die Stirn zu bieten. Denn gegen den Hass hilft Lachen, und sei es auch manchmal ein bitteres.
Lea Streisand, Michael Bittner und Heiko Werning lesen ausgewählte Texte aus dem Sammelband. Dem grassierenden Irrsinn werden sie satirisch und scharfzüngig entgegentreten und zu Diskussionen, zum Lachen und zum Nachdenken anregen.
Heiko Werning (geboren 1970 in Münster) schreibt für taz und Titanic und liest bei den Berliner Lesebühnen Reformbühne Heim & Welt und Brauseboys. Er verfasste mehrere Bücher über den Berliner „Problembezirk“ Wedding und engagiert sich im Artenschutzprojekt Citizen Conservation. Sein zusammen mit Ulrike Sterblich verfasstes Sachbuch „Von Okapi, Scharnierschildkröte und Schnilch“ wurde als Wissenschaftsbuch des Jahres 2022 ausgezeichnet.
Lea Streisand (geboren 1979 in Ostberlin) schreibt Romane, außerdem Essays und Kolumnen für die taz, Berliner Zeitung und Jüdische Allgemeine. Sie steht seit 2003 auf Lesebühnen und ist Mitglied von Rakete 2000. Im Wintersemester 2022/23 übernahm sie die Poetik-Dozentur der Universität Paderborn. Sie ist bekannt für ihre Hörkolumne „War schön jewesen“ auf radioeins vom RBB.
Michael Bittner (geboren 1980 in Görlitz) lebt als freier Autor in Berlin. Er schreibt am liebsten Satirisches, Kritisches und Politisches, u. a. für „Die Wahrheit“ der Taz, Jungle World, Konkret und ND. Auf der Bühne steht er mit seinen Texten regelmäßig bei den Lesebühnen Prunk & Prosa in Berlin, Sax Royal in Dresden und dem Görlitzer Kantinenlesen.
Sonntag, 31.05.2026 | 19:00 Uhr | Palais Bellevue
LITERATURA 2026 – „Politisch koscher!? Nix für Kinder!“ – Puppentheater mit Shlomit Tripp
„Puppen belehren nicht sondern bringen Menschen zusammen“ sagt die jüdische Puppenspielerin Shlomit Tripp und überrascht mit einer ungewöhnlichen Show für Erwachsene. Schrullige Puppen und hemmungslose Wortgefechte geben einen ungewöhnlichen Einblick in das jüdische Leben von der Nachkriegszeit bis heute. Nicht über Menschen, sondern über bizarre Momente und provokative Themen darf und soll gelacht werden, denn mit Humor lässt es sich besser leben. Worüber unterhalten sich Holocaust-Überlebende am Tor zum Himmel? Was machten Adenauer und Ben Gurion in New York? Wie stürzt man einen antisemitischen Taxifahrer in eine Identitätskrise? Begegnen sich zwei TikToker in Auschwitz. Sagte der eine … Ach, kommen Sie doch einfach zur Show!
Shlomit Tripp ist Autorin, Illustratorin, Leiterin des Jüdischen Puppentheaters Bubales und konzipiert kreative Community Programme für das Jüdische Museum Berlin. Sie stammt aus einer jüdisch-sephardischen Istanbuler Familie, wurde in Berlin geboren, wuchs in Prag und Moskau auf und hat an der Universität der Künste in Berlin Kunstpädagogik studiert.