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© Aylin Aktas und Andreas Weber
Der Vorstand von ARTvanced e. V. (v. l. n. r.): Zaki Al-Maboren, Anata Éro, Nadia Kristin Hartmann, Markus Braband, Sonja Rossettini und Sandra Böttiger
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„BEGEGNUNGEN“, Oksana Kyzymchuk & Zaki Al-Maboren, 3-wöchige Ausstellung, organisiert & präsentiert von ARTvanced, FES 88 (2018).
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„TUTENFRU! ÜBER ABERGLAUBE UND TOD“, Spätführung im Museum für Sepulkralkultur & Mitternachts-Cocktails von Sascha Cengiz, Musik im Museumscafé (2019).
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Besuch im Atelier von Alain van Gils, Kassel, Lange Straße (2024).
Zehn Jahre ARTvanced – zehn Jahre Neugier, Begegnung und lebendiger Dialog über Kunst in Kassel. Der Verein hat sich in dieser Zeit zu einer festen Größe in der regionalen Kunstlandschaft entwickelt: unabhängig, offen, nah an den Menschen und nah an der Kunst. Mit einem Jahresprogramm, das Museen, Galerien, Ateliers und alternative Kunstorte verbindet, schafft ARTvanced Räume für Austausch, Entdeckungen und neue Perspektiven. Wir schauen gemeinsam mit dem Vorstand zurück auf ein Jahrzehnt voller Ideen, Inspirationen und gemeinsamer Erlebnisse – und werfen einen Blick auf das, was kommt.
Was war vor zehn Jahren die ursprüngliche Idee hinter ARTvanced?
Unser Anliegen war und ist es, einen unkomplizierten und unmittelbaren Zugang zur Kunst sowie zu Kunstschaffenden zu ermöglichen. In all unseren Formaten schaffen wir bewusst Raum für Austausch, Gespräche und lebendigen Diskurs. Wir möchten die Kasseler Kunstszene nicht nur beobachten, sondern durch direkte Formate die Sichtbarkeit künstlerischer Arbeit fördern und die Präsenz der vielfältigen kreativen Positionen in Kassel stärken.
Welche Entwicklung in Kassels Kunstlandschaft habt ihr in dieser Zeit miterlebt oder sogar mitgeprägt?
In den letzten zehn Jahren hat sich die Kasseler Kunstszene unglaublich positiv und dynamisch entwickelt. Es sind viele neue, kreative Orte entstanden, die abseits der großen Institutionen Impulse setzen. Wir haben diese Entwicklung mit großer Freude begleitet, durch unsere Präsenz Netzwerke gestärkt und hoffentlich dazu beigetragen, dass die Wahrnehmung für die Vielfalt unserer Stadt gewachsen ist.
Kassel ist bekannt für seine Museumsdichte und die documenta – aber ARTvanced sagt: Kassel kann noch viel mehr.
Absolut! Das enorme Potenzial dieser Stadt sollte noch viel sichtbarer werden. Wir sind fest davon überzeugt, dass es in Kassel noch unzählige verborgene Kunstorte und Talente zu entdecken gibt, die einen festen Platz im kulturellen Bewusstsein verdienen.
Wie würdet ihr ARTvanced heute in drei Worten beschreiben?
FRISCH – INSPIRIEREND – OFFEN
Was unterscheidet euch von klassischen Kunstvereinen?
Wir verstehen uns als Brückenbauer. Wir besuchen eben nicht nur klassische Museen oder Ausstellungen, sondern schaffen durch unsere Formate eine ganz besondere Nähe zur Kunst.
Wie entsteht euer Jahresprogramm?
Das Programm ist eine echte Gemeinschaftsleistung. Wir setzen uns regelmäßig zusammen, werfen unsere Ideen in einen Topf und profitieren von unseren engen Kontakten in die kreative Szene. Oft kommen Kunstschaffende auch direkt auf uns zu, weil sie den persönlichen Austausch bei ARTvanced schätzen.
Welche Rolle spielen eure Mitglieder für den Verein?
Sie prägen den Verein auf ganz besondere Weise und bringen eine aufrichtige Neugier und einen bereichernden Wissensdurst mit. Im Laufe der Jahre sind dabei viele wertvolle Begegnungen und echte Freundschaften entstanden. Gleichzeitig gilt: Unsere Veranstaltungen sind ausdrücklich offen für alle Interessierten! Wir freuen uns jederzeit über neue Gäste, die Kunst aus unterschiedlichen Perspektiven erleben und eine entspannte, inspirierende Zeit verbringen möchten.
Wie verändert gemeinsames Kunst-Erleben die Wahrnehmung der Werke?
Wenn man die Menschen hinter den Werken persönlich kennenlernt, verändert das alles. Die Geschichten, die Techniken und die persönlichen Hintergründe helfen dabei, ein tieferes Verständnis zu entwickeln. Gemeinsam darüber zu diskutieren, öffnet oft noch einmal ganz neue Türen in der eigenen Wahrnehmung.
Welche Herausforderungen begegnen euch in der Vereinsarbeit heute?
Wie viele kulturelle Initiativen arbeiten auch wir komplett ehrenamtlich. Wir bringen viele Ideen und viel Enthusiasmus ein, müssen dabei aber realistisch mit unseren Ressourcen umgehen. Steigende Kosten setzen uns Grenzen – trotzdem möchten wir unsere Angebote weiterhin zugänglich und qualitativ hochwertig halten. Gleichzeitig sind wir unglaublich dankbar für die Menschen, Organisationen und Unternehmen, die uns seit vielen Jahren unterstützen – sei es durch Zeit, Expertise oder finanzielle Beiträge. Ohne dieses langjährige Engagement wäre unsere Arbeit in dieser Form nicht möglich.
Auf was dürfen wir uns im Jubiläumsjahr besonders freuen?
Ein besonderes Highlight wird unsere Jubiläumsausstellung im Hallenbad Ost sein, die vom 29. bis 31. Mai 2026 stattfindet. Dort werden viele der über 70 KünstlerInnen beteiligt sein, die wir in den vergangenen Jahren besucht haben. Wir arbeiten daran mit Hochdruck und freuen uns riesig darauf.
Wir bedanken uns ganz herzlich für eure Zeit und freuen uns auf ein Wiedersehen im Mai im Hallenbad Ost.
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