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Im Januar 1761 brach aus Göttingen eine wissenschaftliche Expedition, durch König Frederik V. von Dänemark finanziert, nach Arabien auf. Sieben Jahre später, im November 1767, kehrte nur eines der sechs Mitglieder zurück: Carsten Niebuhr. Über Nacht wurde er berühmt und veröffentlichte seinen Bericht über die Expedition in drei reich illustrierten Bänden: „Beschreibung von Arabien“ (1772), in zwei Bänden „Reisebeschreibung nach Arabien“ (1774–1778), 1837 posthum ein dritter Band. In diesen Beschreibungen verbindet er zwei Erzählstränge miteinander. Einerseits berichtet er über seine Erfahrungen von Leben und Tod, andererseits erzählt Niebuhr von seinen Begegnungen und Dialogen mit den Menschen, ihren Sitten und ihrer Lebensweise.
In diesem Zeitalter von wissenschaftlicher Entwicklung sowie kommerziellen und kolonialen Expansionen, die den Ruhm europäischer Königshäuser stärken sollten, spielten die bildenden Künste eine zentrale Rolle bei jener Verherrlichung europäischer Monarchen. Niebuhrs Reisebericht gilt als Inbegriff der Göttinger Aufklärung. Anders als frühere Expeditionen versprach diese nicht, dass Religion und Handel Ruhm bringen würden, stattdessen war der Auftrag, das Ansehen der dänischen Monarchie durch die Erweiterung von Wissen zu steigern.
>> Bis 17.7.26 | donnerstags, freitags: 14.00 bis 19.00 Uhr | samstags: 12.00 bis 16.00 Uhr | ImFlurGalerie | Geiststraße 11 | 37073 Göttingen | www.gvdkunst.de