Vom 21. bis zum 23. August 2026 lädt das Galeriefest unter dem Motto „Südflash“ in die Galerien und Ausstellungsräume in und um die Südstadt herum ein. Im Museum für Sepulkralkultur zeigt die aus dem Irak stammende Künstlerin Rana Matloub bis zum 4. Oktober 2026 ältere und neuere Arbeiten, die sich mit den Themen Tod, Krieg und Erinnerung auseinandersetzen. Das Thema Tod begleitet sie schon lange, insbesondere durch die verschiedenen Kriege. Den Irak-Iran-Krieg in den 1980er Jahren erlebte sie in ihrer Geburtsstadt Bagdad. Mit Beginn des Ersten Golfkriegs im Jahr 1990 kam sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Diesen Krieg und den Zweiten Golfkrieg ab 2003 erlebte sie aus der Ferne; die Meldungen beschäftigten sie dennoch sehr – auch wegen ihrer im Irak verbliebenen Familienmitglieder. Insbesondere ab 2003, also während ihres Studiums an der Kunsthochschule Kassel, integrierte sie die Ereignisse, Meldungen über die vielen Toten und ihre eigenen Empfindungen in ihre künstlerische Arbeit.
Über die Künstlerin
Rana Matloub, wohnhaft in Kassel, wurde 1975 in Bagdad geboren und übersiedelte 1990 nach Deutschland. Sie studierte Kunstpädagogik an der Universität Dortmund und Freie Kunst an der Kunsthochschule Kassel. 2006 war sie Meisterschülerin bei Prof. Norbert Radermacher.
Seitdem realisierte sie zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland. Von ihrem Ausgangspunkt Zeichnung aus arbeitet sie mit ortsbezogenen Installationen, in die oft Audio oder Video einbezogen werden. Sie widmet sich politisch und gesellschaftlich relevanten Themen wie Krieg, geschlechtliche Identität, Vielfalt der Kulturen und Religiosität.