© Cartoon: Hebler | Caricatura
Jüdisches Leben ist kein Spaziergang – aber auch kein Tabu. Seit dem 7. Oktober 2023 sind Antisemitismus, Angst und Polarisierung wieder Alltag. In dieser Situation wird klar: Humor ist nicht automatisch befreiend. Er ist kein Luxus, sondern ein innerer Kompass. Er zeigt, wo etwas weh tut – und wo trotz Bedrohung noch Raum fürs Menschsein bleibt. Er kann trösten, aber auch provozieren und aufrütteln.
In der Ausstellung „Haben Juden nichts zu lachen?“ zeigen jüdische und nicht-jüdische Künstlerinnen und Künstler, wie Cartoons in diesem Spannungsfeld wirken: Zwischen bitterer Ironie, schwarzem Witz und nachdenklicher Leichtigkeit entsteht ein Bild jüdischen Lebens, das weder verklärt noch von Resignation geprägt ist. Die Cartoons öffnen Perspektiven auf Alltag, Identität, Angst und Hoffnung und zeigen: Humor ist auch kein Zeichen von Leichtfertigkeit, sondern ein Ausdruck von Widerstand und Menschlichkeit.
Die Ausstellung „Haben Juden nichts zu lachen?“ ist eine Kooperation mit dem Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben. Eröffnet wird sie am 8. Mai 2026 um 18.30 Uhr in der Caricatura Galerie. Der Eintritt ist frei.
›› 9.5. bis 19.7.2026 | Di bis Sa 12 bis 19 Uhr, So und Feiertage 10 bis 19 Uhr Eintritt: 6 Euro, 4 Euro ermäßigt | www.caricatura.de