© Johannes Schöner
Die Schenkung eines Vorlasses von 15 Gemälden veranlasst Künstlernachlässe Kassel zu dieser Präsentation zeitloser Kunstwerke. Zwei der ältesten Künstler*innen des Vereins begegnen sich – die Kuratoren stellen Hildegard Jaekel mit den Erd-Bildern ihrer mittleren Schaffensperiode vor, die sich durch formale Konsequenz und subtile Farbgebung auszeichnen; Johannes Schönert zeigt Holzskulpturen, die mit einer äußerst reduzierten Werksprache und austarierter Balance den Raum einbeziehen.
Beide arbeiten mit den rohen Elementen, Jaekel stellt bis in die 2000er Jahre ihre Erdpigmente selbst her, aus „Erden aus aller Welt“, die sie mahlt, siebt und auf den rohen Canvas bringt, nur gelegentlich mit einer leicht durchschimmernden Ultramarin-Untermalung. Schönert bringt gern vorgefundene, oft verletzte Hölzer zusammen – die Werke erreichen ein gespanntes wie schwebendes Gleichgewicht, umkreisen eine in sich zur Ruhe kommende Mitte. Den Holzwerken stehen einige figürliche Arbeiten gegenüber – auch sie gefasst in stiller Konzentration.
›› Eröffnung am 24.04.2026 um 19 Uhr | Eröffnungsrede: Anne-Kathrin Auel | Eine Präsentation von KÜNSTLERNACHLÄSSE KASSEL e. V. | Geöffnet von 25.04 bis 17.05.2026, je Donnerstag bis Sonntag, 14 – 18 Uhr