FSK 12
Start: 30.7. (111 Min.), Spanien 2026, mit Bárbara Lennie, Leonardo Sbaraglia, Aitana Sánchez-Gijón, Victoria Luengo, Patrick Criado, Milena Smit
Um seine Schreibblockade endlich in den Griff zu kriegen, verlegt sich der spanische Drehbuchautor und Filmemacher Raúl Durán (Leonardo Sbaraglia) aufs Verfassen eines Skripts über die einst gefeierte Arthaus-Regisseurin Elsa (Bárbara Lennie), die sich wegen anhaltender Panikattacken und Ideenlosigkeit eine Auszeit auf Lanzarote nimmt. Doch so sehr es Raúls Produzentin Monica (Aitana Sánchez-Gijon) in Madrid bald freut, dass ihr Autorenfilmer wieder Einfälle für den beabsichtigten neuen Film hat, ahnt sie jedoch nicht, dass er dazu neben Erlebnissen aus seinem eigenen Leben auch Ereignisse aus dem Umfeld seiner Produzentin ins Skript einfließen lässt – was Folgen haben wird … Regie-Altmeister Pedro Almodóvar arbeitet in „Bitteres Fest“ mit zunächst zwei nebeneinander herlaufenden Zeitebenen, bis es mit der Zeit dämmert, dass Elsas Erlebnisse auf Lanzarote nurmehr einer Visualisierung von Raúls Drehbuchfassung entsprechen. Bevor es zur finalen Auseinandersetzung zwischen der entsetzten Produzentin und ihrem Regisseur in einem Madrider Park kommt, lotet Almodóvar, wie zuletzt in „Leid und Herrlichkeit“, leicht verkopft die Grenze zwischen selbst Erlebtem und Erdachtem aus. Sein 25. Spielfilm kreist um die Frage, ob man das Privateste seiner Mitmenschen für die eigenen Zwecke verwenden darf – und bejaht dies gewohnt melodramatisch unterhaltsam.