Start: 13.8. (95 Min.)
Japan 2025, mit Kazunari Ninomiya, Yamato Kochi, Naru Asanuma, Kotone Hanase, Nana Komatsu
Ein Tag wie jeder andere. Ein namenloser junger Mann (Kazunari Ninomiya) ist mit der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit. Während er im Zug einer verstörenden Szene mit einem Säugling nur wenig Beachtung schenkt, bringt ihn ein Anruf seiner Ex-Freundin aus der Fassung: Sie sei schwanger, berichtet sie ihm, während er in der Bahnstation den Weg nach draußen sucht. Als die Verbindung abbricht, bemerkt er, dass der Ausgang Nummer 8 eine Überraschung für ihn bereit hält. Fortan gefangen wie in einem endlosen Labyrinth, muss der Mann mysteriöse Rätsel lösen, damit er sich aus der aussichtslosen Situation befreien kann. Dabei begegnet er unzählige Male immer demselben Mann (Yamato Kochi), der robotergleich an ihm vorbei marschiert. Erst ein kleiner Junge (Naru Asanuma) weckt die Hoffnung, dass die Flucht aus dem Labyrinth nur noch eine Frage der Zeit ist – eine fatale Fehleinschätzung, wie sich herausstellt … „Exit 8“ basiert auf dem gleichnamigen Computerspiel, mit dem ein unter dem Pseudonym „Kotake Create“ bekannter Spieleentwickler vor drei Jahren den japanischen Markt erobert hat. Der Horror des Spiels ist in der Verfilmung überraschend präsent. Mit verhaltenen und dennoch effizienten Mitteln inszeniert Regisseur Kawamura einen Höllentrip als Anspielung auf die Monotonie der modernen Gesellschaft, gezielt unterlegt mit Ravels repetitiver Boléro-Melodie, jenem Meisterstück der Avantgarde, das sich experimentell maschinenhafter Diktatur angleicht.