Vom früheren Garagenstandort zur grünen Gartenstadt, vom verborgenen Tüffers Garten zum neuen Erholungsraum, vom Betonbett der Ohne zum naturnahen Landschaftsband: Die Landesgartenschau 2026 zeigt, wie Stadtentwicklung, Gartenschau und nachhaltige Infrastruktur ineinandergreifen. Die Landesgartenschau Leinefelde-Worbis 2026 ist weit mehr als eine Blumenschau auf Zeit. Unter dem Motto „Aussöhnung zwischen Stadt und Landschaft“ ist in Leinefelde ein grünes Band entstanden, das getrennte Räume verbindet und aufwertet. Im Mittelpunkt stehen Gartenstadt und Augarten sowie der Lunapark mit Tüffers Garten, ergänzt durch Grüne Achse, Blumenblock, Ohne-Aue, neue Wege, Aufenthaltsflächen sowie Spielangebote.
Besonders deutlich wird der Wandel in der Südstadt: Wo einst mehr als 850 Garagen standen, ist die Grundlage für die neue Gartenstadt entstanden. Nach der Gartenschau soll hier ein Quartier wachsen, das ökologische Bauweisen, Klimaanpassung und hohe Aufenthaltsqualität verbindet. Regenwasser soll im Sinne einer Schwammstadt gehalten, genutzt und verzögert abgeführt werden. Damit gewinnt das Projekt über die 172 Tage der Schau hinaus Bedeutung für Stadtklima und Entwicklung. Auch die Ohne-Aue steht für dauerhaften Mehrwert. Die Ohne wurde aus ihrem engen Betonbett befreit und naturnäher gestaltet. Wege, Sitzmöglichkeiten und Spielbereiche machen den Grünraum am Gewässer erlebbar und verbinden Stadt, Wasser und Natur. Ein Alleinstellungsmerkmal ist der Blumenblock. Statt in einer temporären Halle werden die Blumenschauen in einem leer gezogenen Plattenbau aus DDR-Zeiten präsentiert. Floristik trifft auf Beton-Charme, Gartenbau auf Stadtgeschichte. Gestaltet werden die Schauen von Christopher Ernst, Deutscher Meister der Floristen 2022 und Sechstplatzierter beim World-Cup-Floral-Art 2025, und seinem Team. Ergänzt wird der Blumenblock durch Ausstellungen des Deutschen Gartenbaumuseums, des egaparks Erfurt, des Landesverbandes Gartenbau, des Thüringer Bauernverbandes sowie Beiträgen zur Stadtentwicklung und grünen Berufen. Die Landesgartenschau setzt auf Bildung, Begegnung und Beteiligung. Grünes Klassenzimmer, Kirchenpavillon, Stadtacker, Themengärten, Beiträge vom Landkreis Eichsfeld und dem HVE Eichsfeld Touristik e. V., Sport- und Spielangebote, Gastronomie, Bühnenprogramm und Mitmachaktionen machen das Gelände zum Erlebnisraum.
Während der Laufzeit bietet die Gartenschau ein Programm mit Konzerten, Workshops, Fachvorträgen, Familienangeboten, Gottesdiensten, Aktionstagen und kulturellen Höhepunkten. Erwartet werden bis zu 325.000 Gäste. Sie sollen Leinefelde-Worbis und das Eichsfeld als Gartenregion, Kulturraum und Stadt im Wandel kennenlernen. Zugleich profitieren Gastronomie, Handel, Beherbergungsbetriebe und touristische Partner. Kooperationen mit dem Alternativen Bärenpark Worbis oder dem Grenzlandmuseum Eichsfeld zeigen, dass die Landesgartenschau Impulse über das Gelände hinaus setzt. Nach dem Ende am 11. Oktober 2026 bleiben viele Investitionen erhalten: der Lunapark, der erstmals öffentlich erlebbare Tüffers Garten, die Grüne Achse, die renaturierte Ohne-Aue, neue Wege, Spiel- und Sportflächen, die vorbereitete Gartenstadt und die Ausstellung zur Wüstung Kirrode. So wird sichtbar, was Landesgartenschauen leisten können: Sie bündeln Kräfte, beschleunigen Stadtentwicklung und schaffen Lebensqualität über ein Veranstaltungsjahr hinaus.